Imbiß mit Biß
| Fernsehserie | |
| Titel | Imbiß mit Biß / Imbiss mit Biss |
|---|---|
| Originaltitel | Alice |
| Produktionsland | Vereinigte Staaten |
| Originalsprache | Englisch |
| Genre | Sitcom |
| Erscheinungsjahre | 1976–1985 |
| Länge | 22–25 Minuten |
| Episoden | 202 in 9 Staffeln |
| Idee | Robert Getchell |
| Musik | David Shire, Alan und Marilyn Bergman (Text) |
| Erstausstrahlung | 31. Aug. 1976 auf CBS |
| Deutschsprachige Erstausstrahlung | 10. Juli 1990 auf Das Erste |
| Besetzung | |
| |
Imbiß mit Biß (auch: Imbiss mit Biss; englisch Alice) ist eine US-amerikanische Fernsehserie. Die Sitcom wurde von 1976 bis 1985 von D’Angelo-Bullock-Allen Productions und Warner Bros. Television für CBS produziert. Die Serie basiert auf Martin Scorseses Film Alice lebt hier nicht mehr aus dem Jahr 1974, der in Deutschland am 1. April 1985 Fernseh-Premiere hatte. Sie gilt als ein Vorläufer zu Cheers.[1][2][3][4]
Die Serie zeigt Linda Lavin in der Titelrolle der Alice Spivak Hyatt; eine Witwe, die mit ihrem jungen Sohn Tommy nach Los Angeles ziehen will, um ihr Leben neu zu beginnen und vom Wunsch getrieben ist, Sängerin zu werden. Schließlich arbeitet sie als Kellnerin in Mel’s Diner in Phoenix in Arizona, in dem ein Großteil der Handlung spielt.
Im deutschen Sprachraum wurden nur 113 der 202 Folgen ab der vierten Staffel ausgestrahlt.[1][4]
Handlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nachdem ihr Ehemann Donald bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, macht sich Alice Spivak Hyatt zusammen mit ihrem jungen Sohn Tommy von New Jersey auf den Weg nach Los Angeles, mit dem Ziel, eine Gesangskarriere zu beginnen. Ihr Auto hat jedoch in Phoenix eine Panne und sie beginnt – da mittellos – als Kellnerin in Mel’s Diner. Die größten Konkurrenten des Diners sind Barney’s Burger Barn und Vinnie’s House of Veal. Während das Essen unter Stammgästen den (oft scherzhaft gemeinten) Ruf genießt, schrecklich zu sein, ist das Diner für „Mel’s berühmtes Chili“ bekannt; ein Rezept, um dessen Urheberschaft Mel in der Folge Sharples gegen Sharples (6.14) sogar öffentlich mit seiner Mutter Carrie streitet.
Alice arbeitet zusammen mit Mel Sharples, dem mürrischen, geizigen Besitzer und Koch des einfachen Lokals, sowie den Kellnerinnen und Freundinnen Florence Jean „Flo“ Castleberry, schlagfertig und „männerhungrig“, und der neurotischen, zerstreuten Vera Louise Gorman. Später stößt Isabelle „Belle“ Dupree zur Besetzung: eine harte, aber gutherzigen Frau, die früher bereits in Mel’s Diner gearbeitet hatte und mit ihm in einer romantischen Beziehung war. Im Verlauf der Serie kommt die gutmütige aber temperamentvolle Lkw-Fahrerin Jolene Hunnicutt dazu, die aus Myrtle Point in South Carolina stammt. Jolene streitet sich mit ihrem männlichen Fahrpartner über seine unerwünschten Annäherungsversuche im Diner und zerbricht dabei viele Teller. Mel stimmt zu, sie „vorübergehend“ einzustellen, damit sie die Kosten für das Geschirr abarbeiten kann, aber bleibt. Jolene erwähnt häufig ihre Großmutter „Granny Gums“, die nur drei oder vier Zähne hatte, und ihren entfernten Verwandten Jefferson Davis „Boss“ Hogg (eine Figur aus der damals gleichzeitig laufenden CBS-Fernsehserie Ein Duke kommt selten allein; in einer Crossover-Folge traten Sorrell Booke als Hogg und Sonny Shroyer als Enos auf).
In den späteren Jahren der Serie rückte die Charakterentwicklung stärker in den Vordergrund, etwa die überstürzte Beziehung und Heirat von Vera und dem liebenswerten Polizisten Elliot Novak. Alice’ Sohn Tommy geht schließlich aufs College und tritt seltener auf. In der letzten Staffel fehlt die Figur Alice mehrfach, da Lavin einige Folgen selbst inszenierte und zusätzlich die Rolle von Mrs. Walden spielte, Veras schrulliger, schroffer Vermieterin unklarer Herkunft. Der abschließende Handlungsbogen begann im Frühjahr 1985, als der Country-Sänger Travis Marsh sich in Alice verliebt und diese „entführt“, um sie nach Nashville zu bringen, „da es Zeit sei, ihren Traum zu verwirklichen“. Überwältigt von der Aussicht, dass ihre Träume endlich wahr werden könnten, stimmt Alice zu – jedoch nur unter der Bedingung, dass Travis sie zurück nach Phoenix fährt, damit sie ihre Angelegenheiten regeln kann, einschließlich der Beendigung ihrer aktuellen Beziehung zu einem Schriftsteller.
Im Serienfinale, das am 19. März 1985 ausgestrahlt wurde, erhält Alice nach neun Jahren endlich einen Plattenvertrag und zieht mit Travis nach Nashville. Vera verkündet, dass sie schwanger ist und beschließt, Vollzeitmutter zu werden, während Elliot vom Streifenpolizisten zum Detective befördert wurde. Jolene erfährt, dass „Granny Gums“ gestorben ist und ihr genug Geld hinterlassen hat, um in ihrer Heimatstadt einen eigenen Schönheitssalon zu eröffnen. Gleichzeitig hat Mel das Diner für eine große Summe an einen Immobilienentwickler verkauft und muss innerhalb weniger Tage schließen. Am letzten Tag überrascht er jede Kellnerin mit einem Abschiedsbonus von 5000 US-Dollar. Der Rest der Folge zeigt Rückblenden zu humorvollen und bedeutenden Momenten sowie zahlreichen Auftritten von Gastdarstellern. Schließlich findet Alice beim Ausräumen ihres Spinds das „Kellnerin gesucht“-Schild, das sie einst ins Diner geführt hatte.
Die Stammgäste – Henry, Chuck und Earl – verabschieden sich emotional, gefolgt von Elliot und schließlich den Hauptfiguren Tommy, Jolene, Vera und Alice. Die letzte Szene zeigt Mel, wie er das „Geschlossen“-Schild aufhängt und abschließt.
Besetzung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Neben der Stammbesetzung bestehend aus Linda Lavin als Alice Spivak Hyatt, Vic Tayback als Mel Sharples, Beth Howland als Vera Louise Gorman, Polly Holliday als Florence Jean „Flo“ Castleberry, Philip McKeon als Alice’ Sohn Tommy Hyatt, Diane Ladd als Isabelle „Belle“ Dupree, Celia Weston als Jolene Hunnicutt, Charles Levin als Elliot Novak, Kip Niven als Travis Marsh und Robert Picardo als Officer Maxwell, gab es zahlreiche wiederkehrende Rollen Gastauftritte während der Laufzeit der Sendung.
Polly Holliday verließ die Serie, um die Hauptrolle in der Serienauskopplung Flo zu spielen, in der auch Vic Tayback einen Gastauftritt hatte. In der Folge Flo’s Farewell vom 24. Februar 1980 verlässt Flo Mel’s Diner, um einen Job in Houston anzunehmen. Auf dem Weg dorthin macht sie Halt in ihrer Heimatstadt Fort Worth, die sie als „Cowtown“ bezeichnet, und beschließt dort eine heruntergekommene Bar zu kaufen und zu betreiben, die sie Flo’s Yellow Rose tauft. Die Folge wurde weder synchronisiert noch im deutschsprachigen Raum ausgestrahlt. Polly Holliday trat nie wieder in Imbiß mit Biß auf, war jedoch in Rückblenden in der letzten Folge (Das wars, Freunde) zu sehen.
Diane Ladd, die für ihre Darstellung von Flo in der Filmversion für den Oscar nominiert worden war, stieß 1980 als Isabelle „Belle“ Dupree zur Besetzung. Trotz Ladds Golden-Globe-prämierter Darstellung der Belle, wurde die Figur Anfang 1981 wieder aus der Serie herausgeschrieben; ihr letzter Auftritt bestand darin, dass sie im Diner anrief und mitteilte, sie habe einen Job als Backgroundsängerin in Nashville angenommen. Ladd verließ den mit 400.000 US-Dollar jährlich dotierten Job nach eigenen Angaben einvernehmlich, da sich ihre Figur nicht so entwickelt hatte, wie sie es sich erhofft hatte.
Die Theaterschauspielerin Celia Weston stieß anschließend als gutmütige, temperamentvolle Lkw-Fahrerin Jolene Hunnicutt zur Serie; sie bleibt bis zum Ende Teil der Besetzung.
Gastauftritte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Diner hatte im Laufe der Jahre mehrere Stammgäste, darunter Tommys Basketballtrainer Earl Hicks (Dave Madden) und Henry Beesmeyer (Marvin Kaplan), ein Telefonreparateur, der stets Witze über Mels Kochkünste machte. Henrys oft erwähnte Frau Chloe (Ruth Buzzi) und Mels freigeistige Mutter (Martha Raye) waren außerdem in einzelnen Folgen zu sehen.
Weitere wiederkehrende Rollen hatten Victoria Carroll als Marie Massey, Mel’s Freundin, und Doris Roberts als Mona Spivak, Alice’ Mutter und Tommys Großmutter. Zu weiteren Stammgästen gehörten Andy (Pat Cranshaw), Nachtwächter Artie (Tony Longo), Jason (Patrick J. Cronin), der örtliche Trucker Chuck (Duane R. Campbell), Charlie (Ted Gehring) und Brian (Alan Haufrect).
Prominente, die entweder sich selbst oder andere Figuren spielten, waren ein weiteres Markenzeichen der Serie. Hierzu gehörten Gastauftritte von Eve Arden, Desi Arnaz, Brice Beckham, Fred Berry, Sorrell Booke, George Burns, Art Carney, Corey Feldman, Robert Goulet, Joel Grey, Florence Halop, Eileen Heckart, Florence Henderson, Jay Leno, Bill Maher, Rue McClanahan, Nancy McKeon, Frank Nelson, Donald O’Connor, Janis Paige, Kelly Parsons, Jerry Reed, Debbie Reynolds, Kim Richards, Michael Rupert, Telly Savalas, Dinah Shore, Sonny Shroyer, Jerry Stiller, Jim Varney, George Wendt und anderen.
Deutsche Synchronisation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Synchronisation der ersten 73 Folgen wurde von der Deutsche Synchron Filmgesellschaft mbH & Co. Karlheinz Brunnemann Produktions KG in Berlin erstellt, unter der Dialogregie von Beppo Pohlmann; Hinweise zu Synchronsprechern liegen allerdings nur vereinzelt vor.[5]
| Rollenname | Schauspieler | Synchronsprecher |
|---|---|---|
| Mel Sharples | Vic Tayback | Joachim Kerzel |
| Officer Maxwell | Robert Picardo | Walter Alich |
| Vera Louise Gorman | Beth Howland | Janina Richter |
Hintergrund
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die vom Drehbuchautor Robert Getchell entwickelte Fernsehserie wurde D’Angelo-Bullock-Allen Productions und Warner Bros. Television für CBS produziert. Arthur Marx, der Sohn von Groucho Marx, schrieb gemeinsam mit seinem Schreibpartner Robert Fisher und anderen insgesamt 39 Folgen der Serie – von der zweiten bis zur sechsten Staffel. Zu den ausführenden Produzenten der Sitcom gehörten unter anderem – in den Anfangsjahren – R. S. Allen (1976–1977), William P. D’Angelo (1976–1977) und Harvey Bullock (1976–1977) sowie später Thomas Kuhn und David Susskind. Das Titellied, There’s a New Girl in Town, wurde von David Shire komponiert und von der Hauptdarstellerin Linda Lavin eingesungen; der Text stammte vom Liedtexter-Paar Alan und Marilyn Bergman. Mehrere Arrangements dieser Melodie wurden im Verlauf verwendet, darunter auch solche, die nur in wenigen Folgen zum Einsatz kamen. Die Liedtexte wurden nach der zweiten Staffel verändert.
Die Pilotfolge, in der Alfred Lutter seine Rolle als Timmy aus dem Film wieder aufnahm, wurde in den CBS Television City Studios (Studio 41) in Hollywood aufgezeichnet. Danach erfolgte die Produktion in den Warner Bros. Studios (Stage 3 und 7) in Burbank und Lutter durch Philip McKeon ersetzt.
Im Vorspann fahren Alice und Tommy unter zwei über ihnen angebrachten Straßenschildern hindurch, auf denen „Phoenix“ und „El Paso“ steht. Diese Konstellation existiert nur am nördlichen Ende der Interstate 19 in Tucson.
Die meisten Szenen wurden im Studio aufgenommen und spielten im Diner oder gelegentlich in Alices Einzimmerwohnung im Desert Sun Apartmentkomplex. Veras und Mels Studioapartments sowie Flos Wohnwagen waren ebenfalls gelegentlich Teil der Handlung. Die Filmsets der Wohnungen von Alice, Mel und Vera sowie Flos Wohnwagen blieben während der gesamten Serie weitgehend unverändert. Das Set von Flos Wohnwagen wurde auch im Ableger Flo verwendet.
Mel’s Diner
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Schauplatz der Serie ist das fiktionale „Mel’s Diner“, ein am Stadtrand von Phoenix, Arizona, gelegenes Fernfahrer-Lokal, das aus einem Tresen, zwei großen Sitznischen sowie einigen Tischen besteht. Die Außenaufnahme des Diner zeigen ein reales Lokal in Phoenix, das für die Serie von „Chris’ Diner“ in „Mel’s“ umbenannt wurde und diesen Namen bis heute trägt. Das später ikonische Schild mit der „14‑Unzen‑Kaffeetasse“ wurde von einem Produzenten in Phoenix entdeckt.
Innerhalb der Handlung werden widersprüchliche Adressen für das Diner genannt – mal 2128, mal 1130 oder 1030 Bush Highway –, während das Restaurant in der Filmvorlage noch „Mel & Ruby’s Cafe“ hieß und in Tucson angesiedelt war.
Im Pilotfilm besaß das Set von „Mel’s‑Diner“ einen blauen Kühlschrank, der in der Serie durch ein verschmutztes Edelstahlmodell ersetzt wurde; zwischen 1979 und 1981 kam ein sauberer, glänzender Edelstahlkühlschrank zum Einsatz, der in den späteren Jahren nochmals durch eine noch glänzendere Variante, während der übrige Aufbau weitgehend unverändert blieb.
Die Toiletten waren in Pilotfolge und in der ersten Staffel in einem gemeinsamen Raum untergebracht; ab 1977 existierten nach Geschlechtern getrennte Räume. Der Lagerraum befand sich in 1976 und 1977 an der Stelle des späteren Herrentoiletten und trug die Aufschrift „Private“, wurde jedoch ab 1977 dauerhaft in den hinteren Bereich des Diners verlegt, wo sich auch der Pausenraum, Spinde und Mels Büro befanden.
Im Pilotfilm hatte das Münztelefon ein Tastenfeld und befand sich links neben der Tür zu den Toiletten (Restrooms), wurde in der ersten Staffel an die rechte Seite der Türen zur Küche versetzt, in der zweiten Staffel zwischen die neuen separaten Toilettentüren verlegt und durch ein Telefon mit Wählscheibe ersetzt; ab 1978 handelte es sich wieder um ein Gerät mit Tastenfeld und befand sich einige Schritte vom Eingang entfernt. Die Registrierkasse, ein Sweda‑Modell 46, war in den frühen Jahren voll funktionsfähig, später jedoch defekt und zeigte eine verschobene „0“ in der Cent‑Anzeige.
Auch die Wanddekoration veränderte sich: In der ersten Staffel dominierte ein Azteken‑ und Cowboy‑Motiv, in der zweiten Staffel eine rosa Tapete mit roten Linien und in der dritten Staffel eine Tapete mit orangefarbenen Blättern.
Ausstrahlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vom 31. August 1976 bis zum 19. März 1985 wurden 202 Folgen von Imbiß mit Biß in neun Staffeln erstmals auf dem US-amerikanischen Fernsehsender CBS ausgestrahlt. Eine Folge hatte eine Nettolänge von 20 bis 25 Minuten, wenige Folgen wurden auch als Doppelfolgen gesendet. Mit 202 Folgen in neun Staffeln war Imbiß mit Biß die am längsten laufende US-amerikanische Sitcom mit einer Frau in der Hauptrolle, bis sie 1996 durch Roseanne abgelöst wurde.[1]
Im deutschen Sprachraum wurden nur 113 der insgesamt 202 Folgen ab der vierten Staffel synchronisiert und in teilweise veränderter Reihenfolge ausgestrahlt; dabei liegen nur die siebte und neunte Staffel komplett synchronisiert vor. 73 Folgen wurden von 1990 bis 1991 auf ProSieben ausgestrahlt und 1992 auf dem Kabelkanal wiederholt – heute Kabel Eins. Weitere 40 Folgen folgten dann erstmalig in deutscher Synchronisierung im Jahr 1995 auf TV München und in der Wiederholung in den Jahren 2000 und 2001. Danach war die Serie im Bezahlfernsehen zu sehen, zuletzt in den Jahren 2003 und 2004 auf Premiere Serie, heute Teil von Sky Deutschland.[1][4][6]
| Staffel | Folgen | Erstausstrahlung | Letzte Ausstrahlung | Erstausstrahlung (DE) | DVD (Region 1) | Nielsen-Rang | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 24 | 31. August 1976 | 26. März 1977 | Nie | 12. Juni 2012 (23 Folgen) | 30 | 20,0 |
| 2 | 24 | 2. Oktober 1977 | 9. April 1978 | Nie | 23. Oktober 2012 (24 Folgen) | 8 | 23,2 |
| 3 | 24 | 24. September 1978 | 1. April 1979 | Nie | 19. März 2013 (24 Folgen) | 13 | 23,2 |
| 4 | 24 | 23. September 1979 | 6. April 1980 | 10. Juli 1990 | 23. Oktober 2013 (24 Folgen) | 4 | 25,3 |
| 5 | 20 | 2. November 1980 | 3. Mai 1981 | 30. Oktober 1990 | 1. August 2017 (26 Folgen) | 7 | 22,9 |
| 6 | 24 | 4. Oktober 1981 | 16. Mai 1982 | 12. März 1991 | 5. Dezember 2017 (24 Folgen) | 5 | 22,7 |
| 7 | 23 | 6. Oktober 1982 | 18. September 1983 | 1. August 1991 | 10. Juli 2018 (23 Folgen) | 41 | – |
| 8 | 23 | 2. Oktober 1983 | 20. Mai 1984 | 3. November 1995 | 23. Oktober 2018 (24 Folgen) | 25 | 17,2 |
| 9 | 16 | 14. Oktober 1984 | 19. März 1985 | 24. November 1995 | 12. März 2019 (16 Folgen) | 58 | 12,5 |
Die Staffeln acht und neun sowie einzelne noch nicht synchronisierte Folgen vergangener Staffeln wurden in Deutschland erst ab 1995 ausgestrahlt, mit Ausnahme der zweiten Folge der achten Staffel, Heimliche Verehrung, die bereits am 19. September 1991 gesendet wurde.[4]
Einzelne Folgen der sechsten und siebten Staffel wurden ebenfalls erst ab 1995 ausgestrahlt, hierzu gehören Heulende Kojoten (6.11), Risiko (7.11), Wo die Liebe hinfällt (7.13), Feuer und Flamme (7.16) und Im Namen der Soße (7.20). Einzelne Folgen der letzten Staffel wurde erst nach der finalen Folge gezeigt.[4]
Zweitverwertung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 27. Juni 2006 veröffentlichte Warner Bros. Home Video sechs von Fans ausgewählte Folgen auf DVD, als Teil der „Warner Bros.’ Television Favorites“‑Kompilationsreihe. Zur Kompilation gehörten:
- Alice Gets a Pass, 29. September 1976: Erste Nicht‑Pilotfolge.
- The Odd Couple, 26. Februar 1977: Als Flos Wohnwagen gestohlen wird, erlaubt Alice ihr, bei ihr einzuziehen, und stellt fest, dass Flos Gewohnheiten schwer zu ertragen sind.
- Close Encounters of the Worst Kind, 22. Januar 1978: Alices Einsatz von Psychologie verursacht Spannungen unter ihren Kollegen.
- Block Those Kicks, 22. Oktober 1978: Die Kellnerinnen beschließen, ihre schlechten Angewohnheiten aufzugeben, um Mel zu ermutigen, seine Spielsucht aufzugeben.
- Cabin Fever, 2. Dezember 1979: Die Kellnerinnen, Mel und seine Freundin buchen unwissentlich dieselbe Hütte für dasselbe Wochenende.
- Flo’s Farewell, 24. Februar 1980: Flo verlässt Mels Diner, um einen Job als Gastgeberin in einem Restaurant in Texas anzunehmen.
Warner Home Video hat alle neun Staffeln in Region 1 über die „Warner Archive Collection“ auf DVD veröffentlicht. Diese „Manufacture‑on‑Demand“‑Veröffentlichungen (MOD) wurden ausschließlich in den Vereinigten Staaten verkauft. Die erste und zweite Staffel erschien im Jahr 2012, die dritte und vierte Staffel im Jahr 2013, die fünfte und sechste Staffel im Jahr 2017 und die siebte und achte Staffel im Jahr 2018. Die letzte Staffel erschien schließlich am 12. März 2019 auf DVD. Eine Veröffentlichung der deutschen Version auf optischen Medien erfolgte nicht.
Die Fernsehserie wurde im Apple iTunes-Store und bei Amazon Video als Streaming-Angebot veröffentlicht; eine Auswahl deutschsprachiger Folgen wurde zudem in der Mediathek der ARD angeboten.
Unterschiede zwischen Film und Serie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Fernsehserie unterscheidet sich in Ton, Stil und zahlreichen Fakten deutlich von der Filmvorlage. Bereits grundlegende biografische Angaben wurden verändert: Im Film trägt Alice den Mädchennamen Graham und lebte mit Tommy zuvor in Socorro, New Mexico, während sie in der Serie Spivak heißt und aus dem Norden New Jerseys stammt. Auch die Vorgeschichte ihres verstorbenen Mannes Donald weicht ab: Im Film wird er als gewalttätig dargestellt, in der Serie bleibt seine Persönlichkeit unerwähnt, wenngleich Alice jahrelang ein Foto von ihm in ihrer Wohnung behält. Ihre ursprünglichen Pläne unterscheiden sich ebenfalls – im Film will sie nach Monterey zurückkehren, um ihre Gesangskarriere neu zu starten, in der Serie plant sie stattdessen einen Neuanfang in Los Angeles.
Das Restaurant, in dem Alice arbeitet, heißt im Film „Mel & Ruby’s Cafe“ und liegt in Tucson; Mel ist dort ein Witwer, dessen verstorbene Frau Ruby Mitinhaberin war. In der Serie heißt das Lokal „Mel’s Diner“, befindet sich in Phoenix und Mel ist ein unverheirateter Junggeselle; im Pilot der Serie trägt das Restaurant zwar noch den Filmtitel, wird aber anschließend umbenannt. Auch der Grund, warum Alice dort zu arbeiten beginnt, wurde verändert: Im Film nimmt sie den Job nur vorübergehend an, weil ihr das Geld ausgeht, während sie in der Serie wegen einer Autopanne in Phoenix bleibt. Die Wohnsituation unterscheidet sich ebenfalls – im Film leben Alice und Tommy in einem Motel, in der Serie ziehen sie in die Desert Sun Apartments, deren Entfernung zum Diner nicht genau genannt wird.
Die Figurenbeziehungen und Charakterzeichnungen wurden für die Serie stark angepasst. Während Alice und Flo im Film zunächst aneinandergeraten und erst später Freundinnen werden, sind sie in der Serie von Beginn an eng befreundet, wobei Flo die Rolle einer „älteren großen Schwester“ einnimmt. Zudem ist Flo in der Serie rund zehn Jahre älter als Alice, obwohl die Schauspielerinnen gleich alt waren. Auch Flos Hintergrund wurde verändert: Im Film ist sie blond, steckt in einer zerrütteten Ehe, hat eine Tochter und flirtet zwar mit Kunden, datet sie aber nie. In der Serie hat sie rotes Haar, ist dreimal geschieden, kinderlos, lebt allein im Trailerpark und führt zahlreiche Beziehungen; ihre bekannten Sprüche unterscheiden sich ebenfalls. Vera wurde ebenfalls neu interpretiert: Im Film ist sie schüchtern, leise und etwas unbeholfen, aber nicht dumm und wird von ihrem Vater zur Arbeit gebracht. In der Serie hat sie eine hohe, laute Stimme, lebt allein, ist naiv, tollpatschig und deutlich einfältiger.
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Serie und ihr Ensemble konnten über die Jahre zahlreiche Auszeichnungen und Nominierungen sammeln. Bei den Golden Globe Awards feierte die Produktion ihre größten Erfolge: Sie wurde 1980 als beste Comedy-Serie ausgezeichnet (1979 und 1981 blieb es bei der Nominierung). Linda Lavin gewann zweimal (1979, 1980) den Preis als beste Hauptdarstellerin, während Polly Holliday (1979, 1980) und Diane Ladd (1981) jeweils als beste Nebendarstellerinnen siegten. Auch Vic Tayback wurde zweimal (1980, 1981) als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Weitere Nominierungen in den Nebendarsteller-Kategorien gingen mehrfach an Beth Howland (1980–1983), Vic Tayback (1982) sowie Linda Lavin (1981).
Bei den Primetime Emmy Awards blieb es aufgrund starker Konkurrenz bei Nominierungen: Linda Lavin als Hauptdarstellerin (1979), Polly Holliday (1978–1980) und Vic Tayback (1978) als Nebendarsteller sowie Marc Daniels für die Regie (1985). Zudem wurden technische Leistungen in den Kategorien Tonschnitt (1983) und Videoschnitt (1983) gewürdigt. Die Folge Haarschwund und Gedächtnislücken (Staffel 9, Folge 5 vom 25. November 1984), geschrieben von Bob und Howard Bendetson sowie Robert Getchell und basierend auf einer Geschichte von Arnold Anthony Schmidt, erhielt 1984 ebenfalls eine Nominierung.[7]
Philip McKeon erhielt 1981 und 1982 Nominierungen als bester Jungschauspieler bei den Young Artist Awards. TV Land ehrte die Serie später retrospektiv: Während Linda Lavin 2007 den Preis als „beliebteste arbeitende Mutter“ gewann, war das ikonische „Mel’s Diner“ zwischen 2004 und 2008 viermal in Kategorien wie „beliebtester Treffpunkt“ oder „bester Imbiss“ nominiert.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Barry M. Putt Jr.: Alice: Life Behind the Counter in Mel’s Greasy Spoon. A Guide to the Feature Film, the TV Series, and More. BearManor Media, 2019, ISBN 978-1-62933-426-4 (englisch, 368 S., google.de).
- Michael Reufsteck, Stefan Niggemeier: Das Fernsehlexikon: Alles über 7000 Sendungen von Ally McBeal bis zur ZDF-Hitparade. Goldmann, 2005, ISBN 978-3-442-30124-9 (1512 S., google.de).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Imbiß mit Biß bei IMDb
- Imbiß mit Biß in der Online-Filmdatenbank
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 Imbiß mit Biß. Internet Movie Database, abgerufen am 25. April 2026.
- ↑ Alice in The Movie Database, abgerufen am 25. April 2026.
- ↑ Imbiß mit Biß in der Online-Filmdatenbank; abgerufen am 25. April 2026.
- 1 2 3 4 5 Imbiss mit Biss bei Fernsehserien.de, abgerufen am 25. April 2026.
- ↑ Imbiss mit Biss. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 25. April 2026.
- ↑ Ralf Döbele: Synchronlücken – Made in Germany: Imbiss mit Biss. In: Fernsehserien.de. 5. April 2011, abgerufen am 27. April 2026.
- ↑ Alice, „Tommy’s Lost Weekend“, Variety, 10. Dezember 1984 (Englische Sprache).