Zum Inhalt springen

Hannah Auchentaller

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Hannah Auchentaller
Auchentaller 2023 in Nové Město
Verband Italien Italien
Geburtstag 28. März 2001 (25 Jahre)
Geburtsort Innichen
Karriere
Verein CS Carabinieri
Aufnahme in den
Nationalkader
2021 (B)
Debüt im IBU-Cup 10. März 2021
IBU-Cup-Siege 2 Einzelsiege
Debüt im Weltcup 2. Dezember 2021
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
EM-Medaillen 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
JWM-Medaillen 1 × Goldmedaille 3 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
IM-Medaillen 2 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
 Biathlon-Weltmeisterschaften
Gold 2023 Oberhof Staffel
 Biathlon-Europameisterschaften
Bronze 2024 Osrblie Mixed-Staffel
 Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften
Silber 2020 Lenzerheide Staffel (Jugend)
Silber 2021 Obertilliach Staffel
Gold 2022 Soldier Hollow Staffel
Silber 2022 Soldier Hollow Verfolgung
Italienische Meisterschaften (Winter)Vorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Gold 2023 Martell Single-Mixed-Staffel
Gold 2025 Martell Massenstart
Bronze 2025 Martell Sprint
Silber 2026 Martell Massenstart
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 40. (2024/25)
Einzelweltcup 29. (2025/26)
Sprintweltcup 28. (2024/25)
Verfolgungsweltcup 41. (2024/25)
Massenstartweltcup 34. (2023/24)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Staffel 0 2 0
IBU-Cup-Bilanz
Gesamt-IBU-Cup 25. (2022/23)
letzte Änderung: 1. April 2026

Hannah Auchentaller (* 28. März 2001 in Innichen, Südtirol) ist eine italienische Biathletin. Sie wurde 2022 Juniorenweltmeisterin und startet seither im Weltcup. Im Februar 2023 gewann sie mit der Frauenstaffel auch den Weltmeistertitel bei den Senioren.

Erfolge im Juniorenbereich

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hannah Auchentallers erster internationaler Auftritt erfolgte bei den Juniorenweltmeisterschaften 2019, wo als bestes Ergebnis Rang 6 mit der Jugendstaffel heraussprang. Ihre erste Medaille gewann sie im Jahr darauf in der Lenzerheide mit Linda Zingerle und Rebecca Passler, die Staffel kam 1,4 Sekunden hinter den siegreichen Norwegern ins Ziel. Zudem wurde Auchentaller Siebte im Sprint und Neunte des Einzels. Im Winter 2020/21 bestritt sie zwar nicht viele Rennen, gewann bei der Junioren-WM aber erneut Staffelsilber. Zudem lief die Italienerin erste IBU-Cup-Rennen und kam gleich bei ihrem ersten Auftritt in Obertilliach auf den fünften Rang im Kurzeinzel. Im September 2021 gewann sie bei den italienischen Meisterschaften hinter Lisa Vittozzi und Samuela Comola die Bronzemedaille im Einzel.[1] Auch zu Beginn der Folgesaison gelang Auchentaller beim Verfolger von Idre Platz 5, woraufhin sie beim Sprint von Östersund ihren ersten Einsatz im Weltcup bekam und das Rennen auf Rang 81 von 113 Athleten abschloss. Der Höhepunkt des Winters war erneut die Juniorenweltmeisterschaft, wo es für Auchentaller im Verfolger hinter Tereza Voborníková die erste Einzelmedaille gab. Ihr erstes Gold gewann sie ebenfalls, mit Rebecca Passler, Linda Zingerle und Beatrice Trabucchi war sie als Schlussläuferin der italienischen Staffel siegreich.

Etablierung im Weltcup und WM-Titel

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Auchentaller während des WM-Staffelbewerbs 2023

Zu Beginn des Winters 2022/23 verbesserte Auchentaller mit Rang vier in Idre ihr bis dahin bestes Resultat im Sprint und durfte daraufhin beim Weltcup von Le Grand-Bornand starten, bei welchem sie das Verfolgungsrennen erreichte. Im neuen Kalenderjahr stieg die 21-jährige dann in Osrblie hinter ihrer Landsfrau Eleonora Fauner erstmals auf ein Podest im IBU-Cup, eine Woche später folgte im kurzen Einzelbewerb auf der Pokljuka sogleich der erste Sieg. Mit diesen Ergebnissen ergatterte sich die Antholzerin das Startrecht für ihren Heimweltcup, bei dem sie den Verfolger erreichte und dort mit Rang 33 erste Weltcuppunkte einfuhr sowie ihren Platz in der Frauenstaffel sicherte, die nach einer Strafrunde von Auchentaller das Podest knapp verfehlte. Weiterhin war sie Teil der Weltmeisterschaften in Oberhof, wo sie nach drei Top-30-Platzierungen ihren ersten Massenstart erreichte. Die größte Aufmerksamkeit bekam sie allerdings im Staffelrennen, welches die Italienerin, an dritter Stelle laufend, als Führende von Samuela Comola und Dorothea Wierer übernahm. Sie benötigte lediglich einen Nachlader und übergab, weiterhin in Führung liegend, an Lisa Vittozzi, die ohne Schießfehler blieb und als erste die Ziellinie überquerte. Damit war Auchentaller Teil der ersten siegreichen italienischen Weltmeisterstaffel. Am Saisonende erzielte sie mit Rang 17 im Einzel von Östersund ihre beste Weltcupplatzierung und startete in einem weiteren Massenstart, den sie als 22. abschloss. Zudem war sie zusammen mit Patrick Braunhofer bei den nationalen Meisterschaften im Single-Mixed-Rennen siegreich.

Eher enttäuschend verlief der Beginn der Saison 2023/24: Auchentaller erzielte bis in den Januar lediglich einmal Weltcuppunkte und bekam deshalb auch nicht die Chance, erneut an Weltmeisterschaften teilzunehmen. Stattdessen lief die Italienerin bei der EM und gewann dort zusammen mit Nicola Romanin, Nicolò Betemps und Beatrice Trabucchi die Bronzemedaille im Mixedbewerb. Angestachelt davon siegte sie eine Woche später am Arber zum zweiten Mal in einem IBU-Cup-Wettkampf und stieß daraufhin in Oslo wieder zur Nationalmannschaft. Am gleichen Ort qualifizierte sich Auchentaller nach Rang 20 im Einzel für den Massenstart, den sie auf Platz 14 und damit einer persönlichen Bestleistung abschloss, in der Mixedstaffel verhinderten zwei Strafrunden Tommaso Giacomels ihren ersten Weltcuppodestplatz.

In den Winter 2024/25 fand Auchentaller stark hinein. Im ersten Trimester lief sie in sechs von sieben teilgenommenen Rennen die Punkteränge, darunter fiel auch ihr erster Top-10-Platz im Sprint von Le Grand-Bornand und Rang 13 im Massenstart am gleichen Ort. Bei den Weltmeisterschaften kam als Bestergebnis Platz 21 im Einzel zustande, mit der Frauen- und Mixedstaffel gelangen ihr im Saisonverlauf drei Top-5-Platzierungen. Nach Saisonende krönte sich Auchentaller in Abwesenheit von Dorothea Wierer und Lisa Vittozzi zur italienischen Meisterin im Massenstart. Ende November 2025 stieg sie gemeinsam mit Wierer, Vittozzi und Michela Carrara im Staffelrennen in Östersund zum ersten Mal auf ein Weltcuppodest. In Ruhpolding standen die Italienerinnen im gleichen Wettkampf lange Zeit vor dem Sieg, bevor Schlussläuferin Lisa Vittozzi auf der Zielgeraden noch von Maren Kirkeeide überholt wurde. Trotz fehlender Einzelergebnisse wurde Auchentaller für die Olympischen Spiele in ihrer Heimat Antholz nominiert und erzielte dort als bestes Resultat Rang 26 in der Verfolgung. Das letzte Trimester verlief mit zwei Top-15-Platzierungen in Kontiolahti erfolgreicher.

Auchentaller (2. v. r.) nach dem Gewinn der Goldmedaille bei der WM 2023 mit Samuela Comola, Dorothea Wierer und Lisa Vittozzi

Auchentaller lebt in Antholz Niedertal. Sie ist die Tochter des heutigen US-amerikanischen Nationaltrainers Armin Auchentaller.

Weltcupplatzierungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixed- und Single-Mixed-Staffeln
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 
2. Platz22
3. Platz 
Top 1011314
Punkteränge58841843
Starts9211641868
Stand: Saisonende 2025/26

Weltcupwertungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse bei Biathlon-Weltcups (Disziplinen- und Gesamtweltcup) gemäß Punktesystem:

Saison Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Gesamt
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2022/2339.2453.1939.1857.61
2023/2441.2780.634.2760.60
2024/2528.10441.3939.2840.171
2025/2629.3568.1845.4038.2745.120

Olympische Winterspiele

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse bei Olympischen Winterspielen:

Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe
Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Frauenstaffel Mixedstaffel
Olympische Winterspiele 2026 Olympische Winterspiele |  Mailand-Cortina 30. 43. 26. 11.

Weltmeisterschaften

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse bei Weltmeisterschaften:

Weltmeisterschaften Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe
Jahr Ort Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Frauenstaffel Mixedstaffel S.-M.-Staffel
2023 Oberhof 22. 33. 32. 29. Gold 1.
2025 Lenzerheide 21. 46. 40. 7. 7.

Europameisterschaften

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Auchentaller beim Liegendschießen

Ergebnisse bei Europameisterschaften:

Europameisterschaften Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe
Jahr Ort Einzel Sprint Verfolgung Mixedstaffel S.-M.-Staffel
2022 Arber 23. 52. 13. 18.
2024 Osrblie 15. 14. 22. Bronze 3.

Jugend-/Juniorenweltmeisterschaften

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auchentaller nahm bis 2020 an den Jugend- und ab 2021 an den Juniorenwettkämpfen teil.

Weltmeisterschaften Einzelwettbewerbe Frauenstaffel
Jahr Ort Einzel Sprint Verfolgung
2019 Osrblie 33. 16. 25. 6.
2020 Lenzerheide 9. 7. 35. 2.
2021 Obertilliach 19. 12. 23. 2.
2022 Soldier Hollow 8. 7. 2. 1.
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 13. Jan. 2023  Pokljuka Kurzeinzel
2. 1. Feb. 2024  Arber Sprint
Commons: Hannah Auchentaller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Italienische Meisterschaften 2021: Wierer, Hofer und Co. endlich wieder vor Fans. biathlon-news.eu, abgerufen am 21. Januar 2023.