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Monterrey

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Monterrey
Monterrey (Nuevo León)
Monterrey (Nuevo León)
Monterrey
Monterrey auf der Karte von Nuevo León
Koordinaten 25° 40′ 56″ N, 100° 18′ 40″ WKoordinaten: 25° 40′ 56″ N, 100° 18′ 40″ W
Basisdaten
Staat Mexiko

Bundesstaat

Nuevo León
Municipio Monterrey
Stadtgründung 20. September 1596
Einwohner 1.142.952 (2020)
 im Ballungsraum 5,4 Millionen
Stadtinsignien
Detaildaten
Fläche 324 km²
Bevölkerungsdichte 1318 Ew./km2
Höhe 680 m
Postleitzahl 64000 - 64998
Vorwahl (+52) 81
Zeitzone UTC−6
Website www.monterrey.gob.mx
Campestre de Monterrey
Campestre de Monterrey
Campestre de Monterrey
Cerro de la Silla bei Monterrey
Cerro de la Silla bei Monterrey
Cerro de la Silla bei Monterrey

Monterrey liegt im Nordosten von Mexiko und ist die Hauptstadt des mexikanischen Bundesstaates Nuevo León. Monterrey hatte 2020 etwa 1,2 Millionen Einwohner (2014); die Agglomeration, bezeichnet als Área Metropolitana de Monterrey (AMM), etwa 5,5 Millionen Einwohner (2020). Monterrey ist seit dem Jahr 1777 Sitz eines Bistums, welches im Jahr 1891 zum Erzbistum erhoben wurde.

Die etwa 630 m hoch gelegene Stadt Monterrey liegt am meist ausgetrockneten Río Santa Catarina im mexikanischen Bundesstaat Nuevo León. Der Fluss teilt Gebiete der Metropolregion in zwei Bereiche (Nord/Süd). Die Stadt befindet sich jeweils ca. 220 km (Fahrtstrecke) südwestlich der US-amerikanischen Grenzstädte Laredo bzw. Reynosa.

Monterrey hat den Spitznamen Ciudad de las Montañas („Stadt der Berge“), da die Stadt von Bergen umgeben ist und sich ihr südlicher Vorort San Pedro Garza García schon im Gebirge der Sierra Madre Oriental befindet. Zwei kleine erloschene Vulkane, Sierra del Topo und Topo Chico, befinden sich im Vorort San Nicolás de los Garza. Im Westen der Stadt erhebt sich der Sierra de las Mitras, der so heißt, weil sein Profil der Mitra eines Bischofs ähnelt. Im Osten dominiert der unverwechselbare Cerro de la Silla, dessen nördlicher Gipfel 1820 m hoch ist. Südlich des Flussbettes des Río Santa Catarina trennt der Loma Larga Monterrey von dem Vorort San Pedro Garza García. Nördlich des Flussbettes befindet sich der Sierra del Obispado, dessen Gipfel Standort des Bischofspalastes ist. An dieser Stelle fand eine der wichtigsten Schlachten des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges (1846–1848) statt.

Das Klima ist bis auf gelegentlich auftretende, heftige Regengüsse weitestgehend trocken (Jahresmittelwert 600–800 mm). Die Jahresmitteltemperatur beträgt ca. 22 °C, in den Wintermonaten kann es zu starken Temperaturschwankungen innerhalb weniger Stunden kommen.

Stadt
Jahr199020002020
Einwohner1.068.9961.110.9091.142.952[1]

Der leichte Bevölkerungszuwachs hängt im Wesentlichen mit der Zuwanderung von Familien und Einzelpersonen aus den Dörfern der Umgebung zusammen. Die meisten der oft indianisch-stämmigen und untereinander Nahuatl-sprechenden Einwohner der Gemeinde sprechen auch Spanisch.

Metropolregion

Anders als die Stadt hat die Metropolregion ein enormes Bevölkerungswachstum erlebt und wuchs von ca. 400.000 im Jahr 1950 auf knapp 5,5 Millionen im Jahr 2020.

Die Ciudad Metropolitana de Nuestra Señora de Monterrey wurde 1596 von Diego de Montemayor gegründet. Namensgebend war die spanische Stadt Monterrey. Zuvor waren an dieser Stelle bereits zweimal Siedlungen entstanden, die jedoch nicht lange existierten: Die erste hieß Santa Lucía und wurde 1577 durch den portugiesischen Konquistador Alberto del Canto gegründet; die zweite Siedlung war San Luis Rey de Francia und wurde 1582 durch den Portugiesen Luis de Carvajal y de la Cueva angelegt, der von Philipp II. von Spanien mit der Gründung des vom Vizekönigreich Neuspanien unabhängigen Nuevo Reino de León beauftragt worden war. Nuevo León wurde später als Provinz Teil des Vizekönigreichs Neuspanien und bildet heute den gleichnamigen mexikanischen Bundesstaat. Monterrey war schon zu spanischen Kolonialzeiten Sitz des Gouverneurs.

Während des größten Teils seiner Geschichte war Monterrey eine Kleinstadt, die aber durch die Industrialisierung seit dem Ende des 19. Jahrhunderts zur Großstadt wurde. Noch 1905 hatte Monterrey lediglich etwa 80.000 Einwohner. Wegen seiner Entfernung von den kolonialen und nationalen Zentren war Monterrey von den verschiedenen Konflikten der Geschichte Mexikos nur wenig betroffen. Dennoch wurde es im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg am 24. Mai 1846 von US-amerikanischen Truppen eingenommen und bis 1848 besetzt gehalten.

Während der französischen Intervention in Mexiko musste die Hauptstadt Mexikos mehrmals verlegt werden. Vom 3. April bis zum 5. August 1864 war Monterrey deshalb durch ein Dekret des Präsidenten Benito Juárez Hauptstadt von Mexiko. Juárez war, verfolgt von den Truppen Kaiser Maximilians und der französischen Armee, nach Monterrey geflüchtet und hielt sich vom 11. Februar bis 15. August hier auf.[2]

Die industrielle Bourgeoisie von Monterrey führte 1936 die Opposition gegen die Politik von Lázaro Cárdenas an und gründete 1939 die PAN.[3]

Im Jahr 2007 fand in Monterrey das Internationale Forum der Kulturen statt, welches vier Millionen Besucher anzog.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Baudenkmäler
Alfonso Reyes, Denkmal, Monterrey
  • Die Kathedrale ist das bedeutendste sakrale Bauwerk der Stadt.
  • El Palacio del Obispado, der Bischofspalast, der ein Heimatmuseum beherbergt
  • La Gran Plaza oder Macroplaza, der Hauptplatz und einer der größten der Welt (doppelt so groß wie der Rote Platz in Moskau, 6× so groß wie der Zocalo in Mexiko-Stadt, 5,5 mal so groß wie der Platz vor dem Petersdom)
  • La Bandera Monumental, 250 kg schwere Flagge Mexikos weht über dem Cerro del Obispado
  • El Faro del Comercio, der „Leuchtturm“ der Handelskammer
  • La Basílica del Roble, eine der drei Basiliken der Stadt
  • El Palacio de Gobierno, Amtssitz des Gouverneurs
  • Das Geschichtsmuseum (El Museo de Historia), mit einer großen Sammlung von Kunstwerken aus der präkolumbischen Zeit bis heute
  • MARCO, Museum der zeitgenössischen Kunst
  • die Brauerei La Cervecería Cuauhtémoc Moctezuma mit ihren Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert, Ort der mexikanischen Baseball-Ruhmeshalle

Universitäten und Hochschulen

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Monterrey gilt als eine der attraktivsten Universitätsstädte Mexikos mit internationalen Hochschulen wie z. B. die Tec (Institut für Technologische und Höhere Studien Monterrey) und die Universidad Autonoma de Nuevo León (UANL), die Autonome Universität von Nuevo León.

Monterrey ist ein wichtiges Wirtschaftszentrum

Laut einer Studie aus dem Jahr 2014 erwirtschafte der Großraum Monterrey ein Bruttoinlandsprodukt von 122,9 Milliarden US-Dollar in Kaufkraftparität. In der Rangliste der wirtschaftsstärksten Metropolregionen weltweit belegte er damit den 110. Platz und den zweiten Platz in Mexiko. Das BIP pro Kopf lag bei 28.290 US-Dollar (KKP).[4] In einer Rangliste der Städte nach ihrer Lebensqualität belegte Monterrey im Jahre 2018 den 112. Platz unter 231 untersuchten Städten weltweit. Monterrey erreichte eine bessere Platzierung als die Hauptstadt Mexiko-Stadt, die den 129. Platz belegte.[5] Trotz dieser Umstände sind die reichsten Familien des Landes in Mexiko-Stadt wohnhaft und nicht in Monterrey.

Monterrey ist einer der bedeutendsten Industriestandorte Lateinamerikas (u. a. mit den Produkten Bier, Glas, Stahl, Baustoffe und Finanzwesen). Carta Blanca, Bohemia, Sol, Casta, Indio, XX und Nochebuena sind Biersorten, die in Monterrey von der Cervecería Cuauhtémoc Moctezuma hergestellt werden. Vitro betreibt hier eine der wichtigsten Glasfabriken Nordamerikas. Cemex, ein weltweit tätiger Großkonzern, der Zement, Beton und andere Baustoffe herstellt, hat seine Zentrale in der Stadt genauso wie Banorte, die einzige Großbank in Mexiko, die von Mexikanern geführt wird. Ein führender Stahlkonzern war die Compañía Fundidora de Fierro y Acero de Monterrey, bekannter unter dem Namen Fundidora, dieser brach jedoch Mitte der 1980er-Jahre zusammen. Die Gebäude der Fundidoria-Werke wurden in den attraktiven Fundidoria-Park umgewandelt, in dem jedes Jahr ein Champ-Car-Rennen stattfindet.

Seit 2024 produziert die Firma Bosch als erste Produktionsstätte für Haushaltsgeräte in Monterrey Kühlschränke.[6] Weitere internationale Unternehmen mit Hauptsitz in Monterrey sind u. a. Magna Powertrain,[7] und Femsa. 2023 wurde der Bau einer Tesla Gigafactory 6 des Elektroauto-Herstellers Tesla, Inc. angekündigt, die in der Nähe von Monterrey errichtet werden soll.[8][9] Unilever kündigte ebenfalls an, in ein neues Werk am Stadtrand von Monterrey für die Herstellung von Schönheits- und Körperpflegeprodukten zu investieren.[10] In Monterrey befindet sich eines der zwei (!) legalen Waffengeschäfte in Mexiko (das andere ist in Mexiko D. F.). Beide befinden sich auf Militärgeländen.[11]

Der internationale Flughafen General Mariano Escobedo liegt 24 km nordöstlich der Stadt.

Monterreys Stadtbahn ist das Rückgrat im Nahverkehr der Stadt.

Im Öffentlichen Personennahverkehr wird Monterrey durch die nach deutschen Parametern errichtete StadtbahnMetrorrey“ (Monterrey Metro) mit drei Linien erschlossen.

Söhne und Töchter der Stadt

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Städtepartnerschaften

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Monterrey unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften:[13]

Stadt Staat seit
Aguascalientes Mexiko
Arequipa  Peru
Arica Chile
Barcelona  Spanien2001
Barquisimeto Venezuela
Bethlehem Palästina1999[14]
Bilbao  Spanien1993
Canberra  Australien
Canton  Vereinigte Staaten2011
Chicago Vereinigte Staaten
Concepción  Chile1997
Corpus Christi  Vereinigte Staaten1993
Dallas  Vereinigte Staaten1992
Dubai Vereinigte Arabische Emirate
Dublin Irland
Fort Worth  Vereinigte Staaten
General Santos Philippinen
Guadalajara Mexiko
Guatemala-Stadt  Guatemala1998
Haifa  Israel
Hamilton  Kanada1993
Holguín Kuba
Houston  Vereinigte Staaten1992
Iași  Rumänien1993
Juchitán de Zaragoza Mexiko
Kapstadt  Südafrika2016
Lansing Vereinigte Staaten
Linz  Österreich
Marikina Philippinen
McAllen Vereinigte Staaten1999
Medellín  Kolumbien2014
Mendoza  Argentinien
Mexiko-Stadt Mexiko
Monterrei  Spanien1999
Montreal  Kanada
Olongapo City Philippinen1993
Orlando  Vereinigte Staaten1995
Pilsen  Tschechien2002
Porto  Portugal
Riohacha Kolumbien
Rosario  Argentinien1994
Saltillo Mexiko
San Antonio  Vereinigte Staaten1953
San Pedro Sula  Honduras2008
San Salvador  El Salvador
São Paulo  Brasilien
Seraing  Belgien
Shawinigan Kanada
Shenyang Volksrepublik China2015
Sofia Bulgarien
Surabaya  Indonesien2001
Trujillo Peru
Udine  Italien
Valledupar Kolumbien
Valencia Venezuela
Commons: Monterrey – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Monterrey – Karte + Fakten
  2. Rosario Acosta Nieva, Éric Taladoire: L’Expédition : Quand la France envahissait le Mexique, 1861–1867. Hrsg.: Guy Stavridès. Les Éditions du Cerf, Paris 2025, ISBN 978-2-204-15360-7, S. 138 ff.
  3. Olivier Dabène: L’Amérique latine à l’époque contemporaine (= Collection U Histoire). 7. Auflage. Éditions Armand Colin, Paris 2011, ISBN 978-2-200-24897-0, S. 100.
  4. Alan Berube, Jesus Leal Trujillo, Tao Ran, and Joseph Parilla: Global Metro Monitor. In: Brookings. 22. Januar 2015 (brookings.edu [abgerufen am 19. Juli 2018]).
  5. Mercer's 2018 Quality of Living Rankings. Abgerufen am 18. August 2018 (englisch).
  6. bosch... Abgerufen am 6. Juli 2025.
  7. MPT. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 5. August 2016; abgerufen am 5. August 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  8. Dave Graham, Daina Beth Solomon: Tesla plant gets green light in northern Mexico. In: Reuters. 1. März 2023, abgerufen am 6. Juni 2024 (englisch).
  9. Kylie Madry: Mexico gives Tesla land-use permits for gigafactory, says state government. In: Reuters. 13. Dezember 2023, abgerufen am 6. Juni 2024 (englisch).
  10. Invest Monterrey: Unilever Expands Investment in Monterrey to $960 Million USD. In: Invest Monterrey. 22. April 2025, abgerufen am 11. August 2025 (englisch).
  11. Rachel Nolan : Fluss aus Eisen: Die Waffen, die aus den USA nach Mexiko geschmuggelt werden, schaffen die Gewaltverhältnisse, vor denen die Menschen nach Norden fliehen. Übersetzt von Niels Kadritzke. In: Dorothee D’Aprile (Hrsg.): Le Monde diplomatique. Nr. 12/31. TAZ/WOZ, Dezember 2025, ISSN 1434-2561, S. 18 f.
  12. Mexico violence: Monterrey police find 49 bodies. In: BBC News. 13. Mai 2012 (bbc.com [abgerufen am 28. März 2022]).
  13. Programa Operativo Anual 2018 de la Secretaria de Desarrollo Economico. Palacio Municipal de Monterrey, abgerufen am 12. Dezember 2022 (spanisch).
  14. Bethlehem Twinning cities (englisch)